Stadien der Borreliose

Die Borreliose-Erkrankung unterteilt sich in

  • Akute lokale Infektion und akute systemische Infektion
  • Chronische Infektion
  • Neuroborreliose
  • Post-Lyme-Syndrom

Akute Borreliose:


Die Wanderröte (Erythema migrans) ist bis zu 50 % an den Borreliose- Erkrankungen am häufigsten beteiligt. Sie wurde bereits 1910 von dem Arzt Arvid Afzelius beschrieben. Meistens wird der Zeckenstich nicht bemerkt, da die Einstichstelle durch den Speichel der Zecke betäubt ist.

Die Wanderröte ist eine nicht juckende, schmerzlose, sich zentrifugal ausbreitende Hautrötung, welche zentral heller wird. Die Rötung breitet sich pro Tag um etwa 3 mm aus. Gelegentlich treten mehrere Wanderröten an verschiedenen Hautstellen auf. Dieses wird bereits als systemische Erkrankung gewertet.

Wesentlich seltener tritt das Borrelien-Lymphozytom auf. Hierbei tritt eine Schwellung des Gewebes auf, welche durch Lymphozytenvermehrung im weichen Gewebe verursacht wird - z. B. an Ohrläppchen oder Brustwarzen. Das Borrelien-Lymphozytom stellt sich als rote, teilweise juckende und schmerzhafte Hautschwellung dar. Als weitere Symptome werden schmerzhafte Lymphknotenschwellungen angegeben.

Wenn der Borreliose-Erreger durch Vermehrung und Wanderung in der Haut ein Blutgefäß erreicht, kommt es zu einer Streuung des Erregers, so dass Allgemeinsymptome wie Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Nachtschweiß, Abgeschlagenheit und Herzrasen auftreten können.

Weiterhin kann im frühen Stadium einer Borreliose-Infektion - insbesondere bei Kindern - eine Lähmung der Gesichtsnerven (Facialis) auftreten.

Chronische Infektion:


Als spätchronische Lyme-Borreliose kann es zu Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA) kommen. Die ACA wurde erstmals vor über 100 Jahren von dem Arzt Buchwald (1883) und später von den Medizinern Herxheimer und Hartmann (1902) beschrieben. Die ACA tritt häufig einseitig an einer Extremität, meistens an Streckseiten der Haut auf und geht mit einer Schwellung der Unterhaut und einer bläulich-roten Hautverfärbung einher. Danach kommt es zum Gewebsschwund und zu sogenannten zigarettenpapierartigen Fälterungen der Haut.

Weitere Symptome der chronischen Infektion sind Gelenkschmerzen mit wechselnder Lokalisation. Hauptsächlich sind die großen Gelenke (Knie, Hüfte, Sprunggelenk) betroffen.

Zusätzlich können Erschöpfung oder Müdigkeit ohne körperliche Anstrengung auftreten. Ferner treten neben Kopfschmerzen, Herzrasen und neurologischen Defiziten wie Brennschmerzen, Halbseitensymptomatik, Zittern und in seltenen Fällen auch epileptische Anfälle auf. Als weitere Symptome der chronischen Infektion können Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes, der Augen, der Ohren, sexuelle Funktionsstörungen und urologische Störungen auftreten.

Neuroborreliose:


Als Sonderform der chronischen Borreliose wird die Neuroborreliose gesehen. Dies ist eine Störung des zentralen Nervensystems. Charakteristisch ist das Bannwarth-Syndrom mit vor allem nachts betonten, stark brennenden und ziehenden Schmerzen meist nur an einer Extremität. Weiterhin kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute kommen mit Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens und immer wiederkehrenden Kopfschmerzen und Fieber. Insgesamt kann ein Schlaganfall oder Bandscheibenvorfall "vorgetäuscht" werden. Für diese Symptomvielfalt gibt es natürlich sehr viele verschiedene Ursachen. Nach Abklärung anderer Erkrankungen sollte insbesondere auch an eine Borrelien-Infektion und Co-Infektionen gedacht werden.

Post-Lyme-Syndrom:


Bei wenigen Borreliose-Patienten bleiben trotz Therapie weiterhin verschiedene, zumeist unspezifische Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen. Es handelt sich hierbei um die Beschwerden des Post-Lyme-Syndroms: chronische Müdigkeit, Leistungsabfall, Beeinträchtig der Konzentration sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Erscheinungen stellen z. T. eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Um eine Linderung dieser Beschwerden zu erreichen können alternativ med. Maßnahmen in Verbindung mit Naturheilverfahren und einer ergänzenden Hyperthermie-Therapie erreicht werden. Zur Unterstützung der Behandlung kann eine Psychotherapie medizinisch hilfreich sein.
In diesem Stadium ist eine Antibiotika-Therapie wenig Erfolg versprechend.

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